Die Zwischenwahlen kommen näher, der Wahlkampf wird ruppiger. Besonders umkämpft ist der Senat, selbst in US-Bundesstaaten, wo das eher ungewohnt ist. Deshalb wirft sich auch der Präsident ins Getümmel.
Donald Trump ist unterwegs. Er reist in all die US-Bundesstaaten, in denen das Rennen um einen Sitz im US-Senat besonders umkämpft ist. Das sind mindestens neun Staaten. Darunter sind auch solche, die eigentlich traditionell republikanisch wählen, sogar Alaska, wo der Demokratin Mary Peltola Wahlchancen eingeräumt werden. Deshalb reiste der Präsident sogar an den Polarkreis.
Trump hat die Handschuhe ausgezogen, was seine Wahlkampfrhetorik betrifft. Im überraschend spannenden Rennen in Texas nannte er den demokratischen Kandidaten James Talarico bei einem Auftritt in Dallas nur «Talafreako» und machte sich über dessen Aussehen lustig, weil Talarico etwas bubenhaft wirkt.
Dieser Midterm-Wahlkampf ist der teuerste der Geschichte. Trump hat seit September mehr als 244 Millionen Dollar in die Wahlkampagnen der Republikaner gesteckt, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Unterlagen zur Wahlkampffinanzierung hervorgeht. Das schreibt der «Economist». In einem Beitrag in den sozialen Medien versprach der US-Präsident, bis zum Wahltag insgesamt mehr als 400 Millionen Dollar auszugeben. Auch die Demokraten investieren viel Geld, mit Trump mithalten können sie aber nicht. Die «New York Times» berichtete, dass Michael Bloomberg, ehemaliger Bürgermeister von New York City, den Demokraten 80 Millionen Dollar spenden würde.
Wie stehen die Chancen für die Demokraten, dass sie die Mehrheit im Senat tatsächlich holen? Wie sieht es für das Repräsentantenhaus aus? Mit welchen Schwierigkeiten hat in Michigan der demokratische Kandidat Abdul El-Sayed zu kämpfen? Und würde Charlotte Walser, Washington D.C., auf einen Sieg der Demokraten wetten, oder doch lieber nicht? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit der USA-Korrespondentin in einer neuen Folge von “Alles klar, Amerika”.
Produzent: Noah Fend
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Liveaufzeichnung von «Alles klar, Amerika?»: Wie weiter mit Donald Trump nach den Midterms? Am 17. November 2026 im Kaufleuten in Zürich. Infos und Tickets gibt es hier.
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