Alles klar, Amerika?

Warum Wählen in den USA ein gewollter Hindernislauf ist

Episode Summary

Mit Blick auf die Midterms wollte Präsident Trump die Wahlrechte einschränken, Stichwort Briefwahl. Das Oberste Gericht hat ihn gestoppt. Trotzdem können nicht alle wählen, die wählen wollen, vor allem nicht in den Südstaaten.

Episode Notes

Live-Aufzeichnung von «Alles klar, Amerika?»: Wie weiter mit Donald Trump nach den Midterms? Am 17. November 2026 im Kaufleuten in Zürich. Infos und Tickets gibt es hier.

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Für Donald Trump war die Briefwahl bis vor kurzem ein Synonym für Wahlbetrug. Mit verschiedenen Mitteln versuchte er, die Stimmabgabe per Post abzuschaffen oder wenigstens einzuschränken. Das Motiv hinter seinen Bemühungen ist erkennbar: Es waren zuletzt vor allem die Wählerinnen und Wähler der Demokraten, die brieflich abgestimmt haben. Vor wenigen Tagen forderte Trump seine Anhänger nun auf, bei den Midterms unbedingt zu wählen – auch brieflich. Denn: Seine Republikaner liegen in den Umfragen zurück, die Mehrheit im Repräsentantenhaus könnten sie verlieren, jene im Senat steht auf der Kippe, sie brauchen deshalb jede Stimme, auch jene, die per Post kommen. 

Allerdings ist die Briefwahl in den USA nicht vergleichbar mit jener in der Schweiz. Im amerikanischen Bundesstaat Alabama etwa ist die Briefwahl nicht für alle frei verfügbar. Man muss einen gesetzlich anerkannten Grund angeben, beispielsweise einen Aufenthalt ausserhalb des eigenen Wahlbezirks, oder auf bestimmte berufliche oder persönliche Umstände verweisen können. Generell wird einem das Wählen in den USA nicht so leicht gemacht wie in der Schweiz. 

Weshalb muss man sich in den USA, bevor man überhaupt wählen kann, registrieren lassen? Werden Afroamerikaner systematisch benachteiligt, oder ist das Wahlkampfpropaganda der Demokraten? Weshalb will Donald Trump am 3. November keine OSZE-Wahlbeobachter im Land haben? Und wie kann man sein demokratisches Wahlrecht trotz allem wahrnehmen? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Tina Kempin Reuter in Birmingham, Alabama.

Produzentin: Jacky Wechsler

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